Hades Reutlingen - Kultur ganz unten

Aufbau und Struktur

Wie allgemein bekannt sein dürfte, handelt es sich beim "Jugend in Aktion e.V." Reutlingen um einen selbstverwalteten Jugendclub. d.h. es gibt keinen Sozialarbeiter oder ähnliches, der die Clubgeschäfte leitet, sondern die Mitglieder übernehmen die totale Verantwortung, damit der "Laden" am Leben bleibt. Dies fängt beim DJ- und Bardienst an, geht über das Putzen von HADES und "Action" und hört beim Durchführen von Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten des Clubhauses auf. Die Organisation und Durchführung von Festival und sonstigen Aktionen fällt natürlich auch in die Hand der Mitglieder und Freunde des Vereins. Wie ist jedoch dieser Verein aufgebaut, wer ist für was zuständig? Als erstes sollte erwähnt werden, dass es im Verein drei Instanzen gibt.

1. Der Vorstand, der aus 1. Vorstand, 2. Vorstand und Kassierer gebildet wird., 2. Der Ausschuß, der aus dem Vorstand und drei gewählten Mitgliedern (1, 2, 3) besteht und 3. Die Mitglieder, die sich in der Mitgliederversammlung (MV) organisieren.

An vorderster Stelle steht erst mal der 1. Vorstand, der die Geschäfte des Clubs führt, sowie den Kontakt zur "Außenwelt" (Stadt, Nachbarn, Amtsgericht, usw.) aufrechterhält.
In diesen Arbeiten wird er vom 2. Vorstand unterstützt, der als Stellvertreter dient. Der 2. Vorstand hat für sich auch noch die Aufgabe, den Kontakt zwischen den Mitgliedern, sowie zwischen Gästen und Mitgliedern herzustellen, falls es nötig ist. Er ist sozusagen der allgemeine Ansprechpartner, wenn es um Probleme IM Club geht. Der dritte, der noch zum Vorstand zu zählen ist, ist der Kassierer, der sich um die finanziellen Angelegenheiten des Clubs kümmert. Hier gehört auch dazu, dass er bei möglichen finanziellen Engpässen einen Ausgabestop erlassen kann, oder durch sein Veto einzelne Ausgaben direkt unterbinden kann.
Der Vorstand kann Ausgaben bis in Höhe von 102,26 € selbständig tätigen.

In den Ausschuß werden jedes Jahr bei der JahresHauptVersammlung (JHV) drei weitere Mitglieder des "Jugend in Aktion e.V." gewählt.
Erst einmal haben alle Mitglieder des Ausschusses das Privileg, einen Schlüssel zum HADES zu besitzen, während die "normalen" Mitglieder nur einen Schlüssel für"s "Action" ihr Eigen nennen können. Der Ausschuß hat die Aufgabe, den Vorstand in der organisatorischen Arbeit zu unterstützen.
Dies kann z.B. durch Aufstellen diverser Grundregeln u.ä. geschehen. Außerdem stimmt der Ausschuß über die Mitgliedsanträge ab, oder erlässt Passivierungen von Mitgliedern.
Der Ausschuß kann über 1022,58 € selbständig verfügen.

Alle Mitglieder des "Jugend in Aktion e.V." sind in der MV organisiert. Dies ist der Zusammenschluß aller Mitglieder. Im Normalfall findet jeden Monat eine MV statt, in der an sich so gut, wie über alles, was den Club betrifft, gesprochen wird.
Sämtliche Ausgaben von über 1022,58 € müssen von der MV genehmigt werden, der Kassierer behält sich jedoch sein Veto-Recht vor.
Außerdem kann die MV jede Entscheidung, die vom Vorstand oder vom Ausschuß getroffen wurde, nochmals, auf Antrag, neu abstimmen.
Bei der jährlichen JHV werden sämtliche Vorstände und Posten neu gewählt.
Eine MV kann, auf Antrag und bei Bedarf, den Vorstand oder auch einzelne Ausschussmitglieder abwählen, sollten sie ihren Pflichten nicht nachgekommen sein.
Es ist also zu vermerken, dass die MV den größten Einfluß auf die Clubgeschäfte hat.

Um die Arbeit im Verein zu vereinfachen gibt es auch noch eine Vielzahl von Posten, die vergeben werden und die jedes Jahr von der MV bei der JHV gewählt werden:

Kassenrevisoren:
Dieser Posten beinhaltet die jährliche, gesetzlich vorgeschriebene, Prüfung der Kassen des "Jugend in Aktion e.V.". Da der Arbeitsaufwand recht groß ist, und um Betrug zu verhindern, wird dieser Posten von zwei Personen besetzt.

Getränkewart:
An sich schon fast der wichtigste Posten des Vereins, ist er schließlich für das Bestellen und zur Verfügung stellen der Getränke, die im HADES verkauft werden, zuständig.
Außerdem erhält er ebenfalls einen Schlüssel für"s HADES.

Medienbeauftragter:
Da die Öffentlichkeit über die Aktionen des "Jugend in Aktion e.V." und im HADES informiert werden sollte, gibt der Medienbeauftragte Flyer, Plakate und Infoschreiben heraus, die ausgelegt oder an Zeitungen, Radio, usw. verschickt werden.
Desweiteren betreut er ebenfalls die Homepage des HADES. Damit diese immer über die neuesten Infos verfügt, benötigt es eines Mitglieds, welches unseren "oberstern Meister" des HTMLs immer mit den neuesten Informationen füttert.

Ordnungsdienstbeauftragter:
Der Ordnungsdienstbeauftragte ist für das Erstellen und das Veröffentlichen des Putzplanes für HADES und "Action" zuständig, sowie dafür, dass immer genügend Putzmittel vorhanden sind.

Sicherheitsbeauftragter:
Ein Posten, der von der Stadt "erfunden" wurde.
Einzige Aufgabe ist es, die Funktion der Sicherheitsbeleuchtung im HADES zu kontrollieren, und, wenn"s denn mal sein sollte, die Leuchtstäbe auszuwechseln.

Wie kann ich aber nun in den Genuß solcher tollen Posten kommen? Nun... dafür sollte man (Ausnahme ist der Kassenrevisoren-Posten) erst mal Mitglied im "Jugend in Aktion e.V." sein. Voraussetzung dafür ist, dass man schon etwas in HADES und "Action" bekannt ist und man einen Antrag auf Mitgliedschaft stellt, der dann entweder vom Vorstand angenommen wird oder, sollte dies nicht der Fall sein, von der MV angenommen wird.
Sollte beides nicht glücken, sollte man entweder noch "einfach so" etwas mitarbeiten und sich somit den Antrag "verdienen", oder man lässt es dann halt bleiben.
Sollte man Antragsteller geworden sein, hat man ab sofort die selben Pflichten, wie ein Mitglied, was bedeutet, dass man in den Putzplan eingetragen wird, sowie, dass man regelmäßig Bardienst und/oder DJ-Dienst machen sollte.
Sollte in den ca. 3 Monaten Antragstellerzeit nichts großartig Negatives passiert sein, kann man stark darauf hoffen, dass man vom Ausschuß angenommen wird.
Lehnt der Ausschuß den Antrag jedoch ab, kann man einen Folgeantrag stellen, der dann nochmals 2-3 Monate dauert, in denen sich für den Antragsteller nichts ändert.
Danach stimmt wieder der Ausschuß ab. Nun ist er entweder Mitglied oder halt immer noch nicht. Er muß also wieder einen Folgeantrag stellen, usw. usf.

Zusammenfassend lässt sich also über die Antragstellerzeit sagen: Man sollte davor schon mitgearbeitet haben, um einen Antrag stellen zu können.
In der Antragstellerzeit sollte genauso gut (mit)gearbeitet werden, als wenn man schon ein Mitglied wäre, um zu zeigen, dass man als Mitglied fähig dazu ist, den Club mitzugestalten und vielleicht irgendwann mal einen der TOLLEN Posten bekleiden zu können.
Das hört sich nach viel Arbeit an?
Ganz ehrlich gesagt ist es das manchmal auch.
Nur: Um einen Teil der Reutlinger Subkultur am Leben zu erhalten, bedarf es einiger Anstrengungen, auch jedes Einzelnen.
Belohnung gibt es genügend, wenn man in glückliche Gesichter von Gästen während und nach einem HADES-Abend schaut.
Denn DAS sollte es sein:
Ein Dienst im Sinne der Gäste, für die Gäste!